
KÜNSTLERISCHER LEITERAlois Glaßner, geboren 1963, ist Professor für Dirigieren an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und einer der renommiertesten Chorleiter Österreichs.
Seine umfangreiche Ausbildung absolvierte der Niederösterreicher durch Studien an der Wiener Musikuniversität in den Fächern Orgel, Kirchenmusik, Komposition, Gesang und Dirigieren. Bei dem in der Chorszene sehr geschätzten Schweden Eric Ericsson erhielt er wesentliche Impulse.
Zehn Jahre leitete Glaßner den von ihm gegründeten Hugo Distler Chor Wien, mit dem er im In- und Ausland konzertierte, beispielhafte Aufnahmen mit Werken des Komponisten Distler einspielte und erfolgreich bei internationalen Wettbewerben teilnahm. Zwölf Jahre lang war er außerdem Kirchenmusikdirektor an der für ihre Kirchenmusikpflege bekannten Wiener Augustinerkirche, wo er regelmäßig die großen Messen der Klassik und Romantik zur Aufführung brachte.
Seit 1991 lehrt er an der Wiener Musikuniversität und gibt sein Wissen bei Meisterkursen in Italien, Deutschland und Korea weiter. Seit 2003 lenkt er nun als künstlerischer Leiter die Geschicke des Salzburger Bachchores.
Alois Glaßner
Geboren 1963 in Kottes/Niederösterreich, Schulzeit und erste musikalische Ausbildung im Stift Melk.
Ausbildung
Nach der Matura 1981 folgte ein umfassendes Musikstudium in Wien in den Fächern Orgel, Kirchenmusik, Komposition, Gesang und Dirigieren. Prägende Lehrer waren u.a. Hans Haselböck, Erwin Ortner, Herwig Reiter und Karl Österreicher. Noch während des Studiums erhielt Glaßner den ersten Preis des „Erwin-Ortner-Fonds“ zur Förderung der Chormusik, infolgedessen er einen Studienaufenthalt in Schweden absolvieren konnte. Dort erhielt er bei dem als „Chorpapst“ gepriesenen Eric Ericsson wesentliche Anregungen für seine eigene Chorarbeit.
Arbeit als Pädagoge
Im Jahr 1991 begann Alois Glaßner mit seiner Unterrichtstätigkeit an der Wiener Musikuniversität in den Bereichen Chor- und Ensembleleitung.
Sein Wissen gab und gibt er als gefragter Referent bei zahlreichen in- und ausländischen Chor- und Chorleitungsseminaren weiter: In den vergangenen Jahren wirkte er als Dozent beim Chorleiterlehrgang des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst und der Internationalen Chorakademie Krems mit und hielt Meisterkurse in Deutschland, Italien und Korea.
Von 1997 bis 2004 hatte er auch einen Lehrauftrag an der Universität Mozarteum in Salzburg inne. 2004 wurde er als Professor für Dirigieren ans Institut Anton Bruckner der Wiener Musikuniversität berufen.
Der Dirigent
Noch während des Studiums gründete Alois Glaßner 1987 sein erstes eigenes Vokalensemble, den Hugo Distler Chor Wien, den er in den zehn Jahren seines Bestehens zu einem der renommiertesten Chöre Österreichs machte. Zahlreiche Konzerte, Gastspiele und Tourneen durch Europa, beispielhafte CD-Einspielungen (u. a. von Werken Hugo Distlers), Erfolge bei internationalen Wettbewerben bis hin zum Einzug ins Finale des Chorwettbewerbes der EBU (European Broadcasting Union) dokumentieren den Weg des Ensembles.
Von 1993 bis 2005 leitete Alois Glaßner die Kirchenmusik an der für ihre jahrhundertelange kirchenmusikalische Tradition bekannten Wiener Augustinerkirche. In den sonntäglichen Hochämtern und in zahlreichen Konzerten brachte er mit einem hochkarätigen Ensemble regelmäßig die großen Messen und Oratorien von Bach, Händel, Mozart, Haydn, Beethoven, Schubert, Mendelssohn, Bruckner, Puccini ebenso wie alte und zeitgenössische Sakralmusik zur Aufführung.
Die Vielseitigkeit Alois Glaßners spiegelt sich auch in seiner Arbeit mit dem Bläserensemble „Vienna Horns“. Mit beispielhaften CD-Einspielungen und der musikalischen Gestaltung des Pausenfilms beim Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2007 konnte das Ensemble weltweite Aufmerksamkeit erreichen.
2003 übernahm Alois Glaßner die künstlerische Leitung des Salzburger Bachchores.
2004 wurde er für seine herausragende Chorarbeit mit dem Ferdinand Grossmann-Preis ausgezeichnet.